Berlin (fr). Die Alternative für Deutschland (AfD) ist empört über die systematische Zerstörung ihrer Wahlplakate in Berlin. Allein in Pankow wurden innerhalb von drei Tagen mehr als 70 Plakate abgerissen. „Dies ist nicht nur eine strafbare Sachbeschädigung fremden Eigentums, sondern auch ein Angriff auf die Demokratie“, kommentiert Professor Dr. Markus Egg, Direktkandidat der AfD in Pankow das Geschehen. Die Partei hat bereits Strafanzeige gestellt.

Besonders extrem sei die Situation an der Bösebrücke in Prenzlauer Berg. Hier wurden in drei aufeinander folgenden Tagen die immer wieder ersetzten Plakate zerstört. Die AfD vermutet, dass die Täter sich über das Internet organisieren. Auch der Fraktionsvorsitzende der Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus, Oliver Höfinghoff, zeigte unverhohlene Freude über die Zerstörung der Plakate. So schrieb er nach Angaben der AfD am 5. August über den Kurzmitteilungsdienst Twitter: „Huch, hier hängen ja AfD-Plakate an der Bornholmer Brücke“. Einen Tag später, nachdem diese zerstört waren, war auf seinem Twitter-Konto zu lesen: „Huch, Auflösungserscheinungen bei den AfD-Plakaten? Hier war doch gestern noch alles voll.“

Auch physischer Gewalt sehen sich die ehrenamtlichen Wahlhelfer der AfD zunehmend ausgesetzt. So wurden am Sonntag, den 4. August, mehrere Parteimitglieder in Kreuzberg-Friedrichshain bedroht und geschlagen, während sie Plakate aufhängen wollten.

Der Sprecher des Berliner Landesvorstands, Günter Brinker, appelliert vor diesem Hintergrund: „Ich bitte alle Parteien, sich mit uns solidarisch zu zeigen und den politischen Wettbewerb in fairer und demokratischer Weise zu führen. Die Argumente sollten im Vordergrund stehen.“

 

Pressekontakt:
Götz Frömming
Pressesprecher und Beisitzer im Landesvorstand

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