„Deutschland geht es gut“ – Wirklich?

Deflation oder Kaufkraftverfall?

Geht es den Deutschen durch die Einführung des Euro gut?

Das Gerede von der Stabilität des Euro (oder sogar von einer Deflation) lenkt ab vom massiven Kaufkraftverfall in Deutschland seit der Einführung des Euro. Wenn ich jetzt tanke, bezahle ich für eine Tankfüllung 80 Euro, also 160 Mark, früher waren es 80 Mark, dies einmal wöchentlich, ergibt 320 Mark weniger Kaufkraft in einem Monat. Wenn ich eine neue Cordhose brauche, kostet diese jetzt 90 Euro, früher 90 Mark wenn ich einen Pullover kaufe, kostet dieser 40 Euro, früher 40 Mark, bei Lebensmitteln, bei Heizöl, Strom und Gas, Fahrkarten, Flugkarten und praktisch allen Dingen des täglichen Bedarfs ist es ähnlich. Leicht addiert sich diese Kaufkraftminderung auf etwa 1.000,- Mark im Monat, also 12.000,- Mark im Jahr. Bei 40 Millionen Deutschen, die arbeiten oder Geld ausgeben können, addiert sich dies auf etwa 480 Mrd. Mark weniger Kaufkraft jedes Jahr. 480 Milliarden Mark jedes Jahr! – Und das ist nur eine vorsichtige Schätzung!

Bei Immobilien sieht es noch viel schlimmer aus: Eigentums-Wohnungen im Süden, die früher 2.000,- Mark pro Quadratmeter kosteten, kosten jetzt über 3.000,- Euro pro Quadratmeter!

Vereinfacht ausgedrückt: durch die Einführung des Euro arbeiten die Deutschen inzwischen für den halben Lohn beziehungsweise ein halbes Gehalt. Mein Nachbar, Lieferfahrer, bezieht aber seit 11 Jahren das gleiche Gehalt. Auch die Renten sind in den letzten Jahren nur minimal gestiegen. (Anders die Gehälter und Pensionen der Bundesbeamten!)

Geht es Deutschland also gut? Vielleicht, der Wirtschaft wegen der praktisch fast halbierten Lohnkosten, und den Bundesbeamten sicherlich. Den Deutschen aber geht es schlecht; von 34 Millionen Arbeitnehmern müssen 4 Millionen eine zweite berufliche Tätigkeit ausüben, um auszukommen. Viele Rentner müssen inzwischen Sozialhilfe beantragen.

Millionen Rentner und andere Deutsche sind durch den Euro arm geworden!
Sämtliche länger angelegten Ersparnisse – also mehrere Billionen Mark! – sind nur noch die Hälfte wert!

Sämtliche länger angelegten Versorgungsbezüge (zum Beispiel der Ärzteversorgung und anderer nichtstaatlicher Versorgungswerke ) und Lebensversicherungen sind nur noch die Hälfte wert! Ein Wertverlust von mehreren Billionen Mark!

Bei Lebensversicherungen kommt es durch die extrem niedrigen Zinsen zusätzlich noch zu einer Senkung des Auszahlungsbetrages, je nach Laufzeit um bis zu 40 Prozent! Das heißt, nach 25 Jahren Prämienzahlungen bekommt ein Kunde nicht 100.000 Mark sondern zwischen 33.000 bis 38.000 weniger. Wieder ein Wertverlust von mehreren Billionen Mark!

Wenn Herr Draghi, Frau Merkel und Herr Schäuble jeden ersten des Monats an unserer Tür klingeln würden, die Pistole in der Hand, und die Hälfte unseres Geldes fordern würden, – da würden wir uns sicherlich wehren. Aber genau das tun sie!

Deutschland wird ausgeplündert wie noch nie!
Und ein Spruch bei der nächsten Wahl könnte sein:
„Unser Geld ist nur noch die Hälfte wert!
Der Euro hat Millionen Deutsche arm gemacht!
Vielen Dank, Frau Merkel!“

Martin Schlobies

PS: Das Foto zeigt einen Aufkleber an der Esso-Tankstelle am Wilhelmsruher Damm. Der Grafikdesigner konnte sich bei der Euroumstellung vor 13 Jahren nicht vorstellen, daß der Literpreis für Benzin schon bald die Ein-Euro-Marke überschreiten würden. Derzeit kostet der Liter etwa 1,45 Euro. (rg)

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