Die Entsendung der Awacs in die Türkei ist falsch

Zum Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen in der Türkei erklärt der Leiter des Berliner Landesfachausschusses Außen und Sicherheitspolitok Dieter Neuendorf:

Am Ende des Jahres 2015 wurde bekanntgegeben, dass die Bundeswehr „Avacs“-Aufklärungsflugzeuge mit deutschen Besatzungsmitgliedern in die Türkei entsenden wird. Ein Bundestagsmandat wird dafür nicht in Betracht gezogen. Dies wird damit begründet, dass Kampfhandlungen über dem Luftraum der Türkei nicht zu erwarten sind. Weder verfügt die Terrormiliz IS über Luftstreitkräfte, noch gibt es einen Anhalt dafür, dass die Luftwaffe Syriens Angriffe plant. Doch gegen wen soll die Luftaufklärung in Stellung gebracht werden? Wen schützt dieser Einsatz eigentlich?

Erst vor zwei Wochen kam es zu einem Übertritt türkischer Verbände auf irakisches Gebiet. Dies wurde von der Regierung in Bagdad als Aggression betrachtet und mit einem Ultimatum beantwortet. Bekanntlich hat die türkische Luftwaffe schon mehrfach Angriffe auf das autonome Kurdengebiet im Norden des Iraks geflogen. Dies wurde damit begründet, dass Lager der PKK damit getroffen werden sollten. Wie berechenbar ist derzeit türkische Politik?

Präsident Erdogan geht seit vielen Monaten mit militärischen Mitteln gegen die PKK im Südosten der Türkei vor. Viele Zivilisten sind Opfer dieser unangemessen heftigen Angriffe geworden.

Mit der Entsendung der „Awacs“-Aufklärungsflugzeuge leistet die Bundesregierung auch symbolisch Schützenhilfe für die Politik Präsident Erdogans. Dafür sollte sich kein deutscher Soldat in Gefahr begeben.

Unter den aktuellen Bedingungen ist die geplante Bundeswehrmission das falsche Signal!

Foto: Awacs-Flugzeug über Süddeutschland, Quelle: Flickr/US-Regierung

Drucken

AFD BUNDESWEIT

UMFRAGE

Soll der Flughafen Tegel erhalten bleiben?

Loading ... Loading ...

NEWSLETTER

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an!

SPENDEN

Unterstützen Sie uns mit einer Spende! Vielen Dank!

Facebook