Frauke Petry: Familienpolitik statt Sozialpolitik

Die Vorsitzende der Alternative für Deutschland hat eine Wende in der Familienpolitik gefordert. Bei einem Vortrag in Berlin-Reinickendorf kritisierte sie am Mittwochabend, dass „der Staat Familien zu Empfängern von Sozialleistungen degradiert“. Besser wäre es, der Staat würde Steuern und vor allem Sozialabgaben senken. „Lasst ihnen lieber, was sie haben“, lautete ihr Plädoyer. Sie lobte Frankreich, weil es dort kein Kindergeld wie bei uns gibt, dafür aber weitreichende Steuerentlastungen.

Grundsätzlich sei der Gerburtenmangel bei uns kein speziell deutsches Problem. „Dass nichts dagegen getan wird, hingegen schon“, so Petry. Sie verlangte vor rund 100 Teilnehmer eine neue Willkommenskultur für Familien. Diese sei wichtiger als eine Willkommenskultur an anderer Stelle. Die AfD-Fraktionsvorsitzende aus Sachsen warnte allerdings vor zu großen Erwartungen: „Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass die Wende in der Familienpolitik in fünf Jahren zu bewerkstelligen ist.“ Sie wiederholte zudem ihre Forderung nach einem Familienwahlrecht.

Zum anderen sprach Petry über ihre Arbeit im sächsischen Landtag. Dort werde „Theater gespielt“, berichtete sie. Grüne und Linke seien schwierig im Umgang, sagten teilweise nicht einmal Guten Tag. Die CDU hingegen sei konservativer als in anderen Teilen Deutschlands, was es AfD auch nicht einfacher mache. Andererseits habe die Union Beißhemmungen, der linksradikalen Gewalt durch Autonome und Antifa nachzugehen. Dies sei jedoch ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. „Wir wollen wissen, was linke Abgeordnete mit der Gewalt der Antifa zu tun haben“, betonte sie. Die Mitglieder und Sympathisanten der AfD spendeten dafür großen Beifall. (rg)

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